SPANNENDER GING‘S NICHT!
“Oldboys-Cup“ hatte Bilderbuchfinale in Ludwigslust. Herzschlagfinale
konnte JCB Sternberg für sich entscheiden.
Die “reifen“ Jungs hatten es wieder einmal bewiesen das sie es immer
noch drauf haben. Nach zwei Vorläufen in Güstrow und Teterow, konnte der
Einzug ins Finale mit einem Sieg beider Mannschaften nicht besser sein.
Am 8. September fand der dritte und somit letzte Lauf zur Teamwertung
des “Oldboys-Cup“in der Ludwigsluster
Speedway Arena statt. Dank der großartigen Unterstützung des Clubs und
der hervorragenden Arbeit von
“Kalle“ Gävert, Benno Behnke, Peter Mühlenbeck, Willi Täufert, Fam.
Dieter Möser und allen Helfern, waren die Bedingungen und
organisatorischen Maßnahmen für ein gutes Rennen gegeben. Nicht nur das
Wetter, sondern auch die guten Bahnverhältnisse haben dazu beigetragen
einen guten Rennverlauf zu garantieren. Jetzt hing alles nur davon ab,
wie die Teamleiter Wilfried Zieske für “DAF Rostock“ und Hartmut Ernst
für “JCB Sternberg“ ihre “Oldboys“ motivierten und taktisch einsetzten.
Das sie ihre Mannschaften sehr gut im Griff hatten, bewiesen sie in den
Läufen eins bis fünf, denn dort waren die Punkte der beiden Mannschaften
pro Lauf absolut gleich - 15:
15. Erst nach Rennen sechs schien es den Anschein zu haben, dass das
Team von Hartmut Ernst einen Vorsprung heraus fahren konnte. Bestätigt
haben es die Fahrer Maik Ebensing und Ralf Baumann, die für das Team
“JCB Sternberg“ bis dahin ein Maximum an Punkten einfahren konnten.
Jetzt musste Wilfried Zieske die Zügel seiner Mannschaft “DAF Rostock“
straff anziehen, denn nicht nur der Ausfall eines seiner Zugpferde wie
Thomas Koch in Rennen 8, sondern auch der konstante Punkteanstieg der
gegnerischen Mannschaft ließen die Nerven bei ihm blank liegen. Nach dem
8. Lauf hatte das Team von Hartmut Ernst einen respektablen Vorsprung
von acht Punkten heraus gefahren. Es stand 20 zu 28 Pkt. Trotz der
ausgeglichenen Einsetzung der Fahrer beider Teams, musste sich das Team
von “DAF Rostock“ besonders zusammen reißen und die Punkte aufholen, um
die letzte Chance zu nutzen den Joker einsetzten zu können. Fahrer wie
Roland Saß, Thomas Lata und Martin Ernst, der Sohn des Teamchefs der
gegnerischen Mannschaft, konnten nun den Spieß umdrehen und den
Anforderungen von Wilfried Zieske gerecht werden. Sie fuhren in Rennen
10 und 11 die Punkte ein und konnten somit auf sechs Punkte aufholen.
Das war die Vorraussetzung für das Team den Joker einzusetzen. Diese
Chance nutzte Wilfried Zieske um den bis dahin besten Starter des Tages
Martin Ernst ans Band fahren zu lassen. Er machte das Unmögliche möglich
und konnte volle 6 Pkt. für das “DAF“ Team kassieren. Somit wendete sich
das Blatt und der Zwischenstand lautete nach Rennen 12, 38: 37 Punkte.
Langsam schnürte sich der Strick zu, denn es waren nur noch vier Läufe
zu fahren. Jetzt hieß es für Hartmut Ernst selber richtig Gas zu geben,
denn er setzte sich an diesem Renntag selber auf seinem Zweiventiler um
wichtige Punkte für “JCB“ zu holen. Auch ihm viel es schwer zum Rennende
die Kontenance zu behalten, denn die Anspannung stand jedem einzelnen
ins Gesicht geschrieben. Kurzzeitig musste Andreas Mieser das Zepter für
das “JCB Sterberg“ Team in die Hand nehmen, denn fahren und leiten sind
unter solchen Bedingungen kaum unter einen Hut zu kriegen. In Rennen 14
schaffte das Team “JCB Sternberg“ mit Hilfe von Maik Ebensing das
Punktekonto um einen Punkt Vorsprung gegenüber der Mannschaft von
Wilfried Zieske auszubauen. Es mussten nur noch zwei Läufe absolviert
werden um den Sieger des “Oldboys Cup“ zu küren, doch diese zwei Läufe
schienen wie zwei ganze Rennen. Alles war offen, nichts war entschieden.
Die Anspannung war riesig. “Wer macht das Rennen?“ Das war die große
Frage. Beide Teams konnten bis dahin keine besseren Leistungen zeigen.“
Jetzt wünscht man sich für beide Mannschaften ein Happyend.“
Und dann das unfassbare: Rennen 15 “DAF Rostock“ 3 Pkt. und “JCB
Sternberg“ ebenfalls 3 Pkt. Somit führte das Team von Hartmut Ernst
immer noch mit einem Punkt Vorsprung. Die Nerven lagen jetzt bei allen
blank! Nur noch ein Lauf und ein Sieger steht fest. Wer wird es werden?
Lauf 16. Der letzte und alles entscheidende Lauf. Ans Band gingen für
das “DAF“ Team Thomas Lata und Volker Zieske, der Bruder von Wilfried
Zieske und für “JCB Sternberg“ Reimar Schwinkendorf und Andreas Mieser.
Das Startband schnellte hoch, die beste Reaktion hatte Thomas Lata und
konnte somit als erster in die Kurve fahren. Dahinter reiten sich dann
Reimar Schwinkendorf, Andreas Mieser und Volker Zieske ein. Lata konnte
seine Führung ausbauen während Schwinkendorf und Mieser ihre Positionen
im Paarfahren behaupteten und somit Zieske den Weg versperrten. “DAF
Rostock“ konnte weitere 3 Pkt. auf ihrem Konto gutschreiben, genauso wie
“JCB Sternberg“, die ebenfalls 3 Pkt. kassieren konnten. Nun stand es
fest. Das Endergebnis lautete 50 Punkte für “JCB Sternberg“ und 49
Punkte für “DAF Rostock“. Das sind Bilderbuchergebnisse wie wir sie
gerne in anderen Ligen in der Bahnsportszene sehen und erleben möchten.
Dieses Rennen war wie zu erwarten eine "Klasse" für sich. Abgesehen von
einigen kleinen "Wegrutschern", auch im Rahmen- programm der Junioren,
wo Fritz Riemer (Gü) und Toni Knackowski (Tet) ihre zwei Läufe
bestritten, war diese Rennveranstaltung ein großer Erfolg für alle.
Natürlich spielte der Spaßfaktor wie immer die größte Rolle bei den
"alten Hasen" und wie zu erwarten war die Auswertung der einzelnen
Fahrer nach dem Rennen umso erfolgreicher. So präsentierte einer der
Akteure mit einer spektakulären Einlage seine Maschine im Vorgarten
eines Fans.